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Tantra

Was ist Tantra?

Dem Tantra geht es, wie allen echten mystischen Einflüssen und Lehren, um die Schwächung der Verstandeskontrolle zugunsten des authentischen natürlichen Ausdrucks der Lebenskraft.

Tantra kennt keine Bewertungen wie „richtig“ und „falsch“, „gut“ und „böse“, „erwünscht“ oder „unerwünscht“, sondern legt das Wissen zugrunde, daß ein Erlauben, Zulassen und Fließenlassen der physischen und psychischen, insbesondere aber auch der sexuellen Energien zur Ganzheit führt und nicht, wie von konventionellen, v.a. im Westen vertretenen Geistesrichtungen behauptet, zu destruktivem Chaos.

Die Betonung liegt daher immer auf Loslassen, Entspannen und Freisetzen gestauter Potentiale. Die Auflösung von Blockierungen und Sperren, das Überwinden moralischer Tabus und Ängste, das Bejahen aller spontanen Lebensäußerungen führt zu direkter innerer Harmonisierung und in weiterer Folge zu einem äußeren Aufblühen und zur Selbstverwirklichung in Schönheit, Würde und Grazie.

Tantra-Therapien

Richtungen wie die von Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) initierte Sannyas-Bewegung oder Körpertherapien der 60er bis 80er Jahre, die zum großen Teil durch Wilhelm Reich inspiriert waren, ermutigen ihre Mitglieder, alles Aufgestaute und Zurückgehaltene in geschützten therapeutischen Räumen frei auszuleben und ihre inneren Barrieren sowie alle herkömmlichen Schuld- und Schamprägungen freimütig hinter sich zu lassen. Zugrunde liegt ein körperorientierter Ansatz, der die psychische Befindlichkeit und geistige Gesundheit des Menschen auf einen ganz konkreten, von Muskelverspannungen möglichst freien Körperzustand zurückführt. Haupthindernis sind hier die sexuellen Tabus und Unterdrückungsmechanismen insbesondere der traditionellen Religionen, die alles Fleischliche und Diesseitige am Menschen geringer schätzen als seinen seelisch-geistigen Aspekt.

Tantra vs. konventionelle Moral

Entsprechend groß ist daher auch die Gegnerschaft, um nicht zu sagen strikte Feindseligkeit dieser konventionellen Moral- und Glaubenssysteme gegenüber der tantrischen Lehre und insbesondere gegenüber ihren modernen, direkt gelebten Ausprägungen. Das tantrische Zulassen und Ausleben unterdrückter Impulse ist für die übliche restriktive gesellschaftliche Moral so etwas wie die Hauptbedrohung, denn es untergräbt jeden Versuch, die erotischen und Lebensenergien der Menschen anderweitig, z.B. wirtschaftlich, politisch, militärisch und machtpolitisch zu kanalisieren und für bestimmte gewünschte Interessen zu domestizieren und auszubeuten. Die Erfahrung zeigt, daß der Mensch durch die Freisetzung seiner ureigenen Triebe und Lebensenergien wieder selbstbestimmt und souverän wird und nach und nach aus der Bedrückung und Düsternis freikommt, die ihn vorher in negativen und selbstzweiflerischen Gedankenschleifen festgehalten hat.

Siehe auch:

Gerd-Lothar Reschke 20.10.2007, 18.12.2011
Gerd-Lothar Reschke 30.03.2019 13:55 (kopiert aus NR-Wiki)

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tantra.txt · Zuletzt geändert: 30.03.2019 14:00 von gerdlothar

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