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Wirklichkeit

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Gesellschaftliche Wirklichkeit (Weltanschauung, Weltbild)
Prägung (Kulturprägung und Konditionierung, NR-Wiki)

Die Dualität

Im dualistischen Weltbild spalten sich innere und äußere Wirklichkeit. Innere Wirklichkeit wird durch Psychologie (oder, traditioneller, in Religion) behandelt, äußere Wirklichkeit in Kultur und Gesellschaftspolitik. Der Alltagswelt wird in den „Traum“ bzw. „Film“ dieser Suggestion hineingezogen, ja regelrecht hineinhypnotisiert, und kommt dort während seines vorwiegenden Bewußtseinszustands, dem Wachschlaf, auch nicht mehr heraus.

Die äußere Wirklichkeit wird in der modernen, naturwissenschaftlich-technisch orientierten Zivilisation zu einer ideologisch geprägten Verstandeswirklichkeit, die nur noch als bloßer Schein und als Abstraktion existiert. Die modernen Massenmedien halten diesen Schein durch propagandistische Berieselung und durch ein zur Perfektion entwickeltes Unterhaltungsangebot aufrecht.

Ein weiteres wichtiges Instrument oder Vehikel dieses Wirklichkeitskonzeptes ist die Geschichte. Beginnend mit dem Urknall vor soundsoviel Milliarden Jahren, und endend oder nicht endend in soundsoviel Milliarden Jahren. Dem einzelnen wird dabei suggeriert, er sei ein völlig ohnmächtiges und unbedeutendes Etwas in Raum und Zeit, quasi gleich null. Das Ich oder Ego wiederum bäumt sich gegen dieses Konzept mit seinem Konzept vom die Welt und die Gesellschaft – und auch sich selbst – verändernden Wesen, begabt mit „freiem Willen“ und der Fähigkeit, seinen Verstand und dessen Gedanken zu steuern und sich nach eigener Zielvorgabe persönlich weiterzuentwickeln. Der logische Widerspruch zwischen beiden Konzepten, der sich bei nüchterner Betrachtung sofort zeigen müßte, wird dabei geleugnet und verdrängt.

Die Nicht-Dualität

Nicht-dual betrachtet gibt es nur eine Wirklichkeit, das ist die eine direkt erfahrene Wirklichkeit. Zu dieser gehören sowohl das innere (bio-physische und psychische) Erleben als auch die mittels Sinneswahrnehmungen erfahrene Umwelt. Dies ist nicht-dual betrachtet eine einzige Einheit aus Phänomenen (Objekten), bewußt erfahren durch das Subjekt als Gegenpart.

Die Wirklichkeit - das bist du selbst

Die in unserem Alltagsdenken und -weltbild geläufige These einer vom Betrachter unabhängigen Existenz der Welt (Innen- und Außenwelt) erweist sich bei genauerer Untersuchung als unhaltbar. Es kann kein vom Wahrnehmenden unabhängiges Wahrnehmungsobjekt existieren. Subjekt und Objekt treten immer gemeinsam auf und bedingen einander.

Da du selbst die Wirklichkeit bist, gibt es nichts, was du verwirklichen könntest. Du mußt nur damit aufhören, das Unwirkliche für das Wirkliche zu halten.

— Devaraja Mudaliar: Tagebuch der Gespräche mit Ramana Maharshi

Was ist die Wirklichkeit der Welt?

Bhagavan: Wenn du zuerst deine eigene Wirklichkeit kennst, wirst du auch in der Lage sein, die Wirklichkeit der Welt zu kennen. Es ist seltsam, daß die meisten Leute sich nicht darum bemühen, ihre eigene Wirklichkeit zu kennen, aber unbedingt die Wirklichkeit der Welt kennen wollen. Nimm zuerst dich selbst wahr. Dann kannst du sehen, ob die Welt unabhängig von dir existiert und ob sie in der Lage ist, zu dir zu kommen, um dir zu versichern, daß sie wirklich ist und existiert.

— Devaraja Mudaliar: Tagebuch der Gespräche mit Ramana Maharshi

Die Scheinwirklichkeit als gesellschaftliche Konvention

Die gerade im objektivistischen und dualistischen Denken unablässig eingeübte, praktizierte und wiederholte Identifikation des Selbst mit dem Nicht-Selbst führt direkt zur Selbstvergessenheit und zum Wachschlaf. In diesem Wachschlaf erzählen sich die daran gemeinsam teilhabenden Alltagsmenschen gegenseitig, was alles wichtig sei – während sie den eigentlichen Ausgangspunkt, nämlich sich selbst – vergessen haben. Und das wird dann in dieser Art veräußerlichter Gesellschaft zu einer eisern aufrechtgehaltenen Konvention.

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wirklichkeit.txt · Zuletzt geändert: 01.01.2018 18:39 von gerdlothar

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